Anleger auf der Suche nach einer sicheren Geldanlage fragen sich oft, ob sie Gold kaufen sollen. Das glänzende Edelmetall ist seit Jahrhunderten als beständiger Wert begehrt. In unsicheren Zeiten gilt Gold als sicherer Hafen für die Kapitalanlage. Doch Anleger müssen auf Details achten, wenn sie den Kauf von Gold nicht bereuen wollen. Auch virtuelles Gold oder Gold-Papiere können eine Alternative sein.

Gold lockt in vielen Formen

Wer Gold kaufen will, kann das auf recht unterschiedliche Weise tun. Eine der gängigsten Varianten ist der Kauf von physischem Gold, zum Beispiel in der Form von Barren, Münzen oder als Schmuck.

Gold kaufen in Form von Barren

Goldbarren sind äußerst beliebt, wenn es darum geht, Gold zu kaufen. Die Herstellung dieser Barren ist denkbar einfach. Der Preis von Goldbarren kommt aus diesem Grund dem reinen Materialwert sehr nah. Die An- und Verkaufspreise der Goldhändler liegen nah beieinander. Auf den einzelnen Goldbarren sind Angaben zum Gewicht und dem Feingehalt sowie Logo oder Name des Herstellers aufgeprägt. Das Angebot bei den Goldbarren reicht von Minibarren, die nur ein halbes Gramm wiegen, bis zu Goldbarren mit dem Gewicht von einem Kilogramm. Ein Standardbarren hat ein Gewicht von über 12,4 Kilogramm.

Gold kaufen Barren
Barren sind sehr beliebt beim Goldkauf.

Große Anbieter von Goldbarren sind Degussa, Umicore und Heraeus. Die Anbieter sind von der Londoner Bullion Market Association (LBMA) zertifiziert. Das macht es Dir nicht nur einfacher, sicher Gold zu kaufen. Du findest auch immer Abnehmer, wenn Du die Barren verkaufen willst.

Der Goldhändler Degussa aus München macht seinen jährlichen Umsatz zu etwa zwei Dritteln mit Goldbarren. Am häufigsten kaufen die Anleger Barren zu 100 Gramm, es folgen Stücke zu einem Kilogramm und auf Rang drei Goldbarren mit 250 Gramm Gewicht.

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Schwere Barren oder Leichtgewichte

Am besten sind schwere Goldbarren. Die Gewinnspanne des Händlers ist bei größeren Mengen nach Prozenten gesehen geringer. Dies bedeutet, dass kleinere Goldbarren,  größere Händlermargen im Verhältnis zum Wert haben. Konkret: Zehn Goldbarren zu jeweils 100g sind teurer der einzelne Barren zu einem Kilo.

Kleinste Stücke besser meiden

Vom Kauf kleinster Barren bis zu fünf Gramm raten Experten ab. Hier klaffen beim Gold kaufen und wieder verkaufen die Preise weit auseinander.

Dazu ein Beispiel: Du kaufst einen 1-Gramm-Barren für den Preis von 43 Euro. Der Händler bietet am selben Tag für den Ankauf der gleichen Stückelung nur 31,50 Euro. Kaufst und verkaufst Du den Barren an ein und demselben Tag, verlierst Du 11,50 Euro. Der Wert des Barrens müsste als um über ein Drittel steigen, um keinen Verlust zu machen.

Gold kaufen in Form von Münzen

Münzen sind kleiner als Goldbarren. Das ist ihr Vorteil. Beim Gold kaufen lässt sich ein Goldvorrat also leichter aufteilen.

Gold kaufen Münze
Wer keine großen Barren horten will, kann auch auf Goldmünzen zurückgreifen.

Weltweit anerkannte Goldmünzen heißen Maple Leaf, Krügerrand, American Eagle, Australian Nugget / Kangaroo oder Wiener Philharmoniker. Achtung bei Sammler- der Gedenkmünzen. Diese Stücke sind etwas für Kenner. Denn ihr Wert lässt sich nicht allein am Materialwert bemessen. Er ist in erster Linie davon abhängig, wie begehrt die Stücke bei den Sammlern sind.

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Mehr Gold für das Geld

Auch bei Münzen ist es gescheiter, nicht auf zu kleine Stücke zu setzen. Auch hier ist die Spanne beim Gold kaufen und Gold verkaufen unverhältnismäßig groß.

Dazu ein Beispiel: Zu Beginn des Jahres 2017 waren laut Bankenverband Ein-Unzen-Münzen für etwa 1150 Euro zu erhalten. Münzen zur Zehntel Unze Gold kosteten rund 127 Euro. Damit kosteten zehn Münzen zur Zehntel Unze rund zehn Prozent mehr als eine Goldmünze zu einer Unze. Die Goldmenge ist in beiden Fällen genau die gleiche.

Gold kaufen in Form von Schmuck

Goldschmuck ist als Geldanlage so gut wie gar nicht geeignet. Der Preis eines Schmuckstücks liegt über dem Materialwert des Goldes.

Gold kaufen Schmuck
Goldschmuck eignet sich wahrlich nicht als Geldanlage.

Enthalten sind auch die Herstellungskosten. Die schwankende Nachfrage ist bei Goldschmuck ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor.

Wo man am besten Gold kaufen kann

Kreditinstitute haben sich in den letzten Jahren aus dem Geschäft zurückgezogen. Als Alternative gelten Spezialanbieter wie die Reisebank. Auch Nicht-Kunden können hier Gold kaufen. Daneben existieren Edelmetallhändler wie Westgold, Pro Aurum und Degussa Sonne/Mond Goldhandel sowie Scheideanstalten und nicht zuletzt Shops im Internet.

Preise vergleichen

Beim Gold kaufen lohnt sich, die Offerten verschiedener Händlern einzuholen. Verglichen werden bei Barren und Münzen der Preis bei identischem Gewicht, gleichem Gehalt an Feingold und bei der gleichen Prägung.

Nicht vergessen: Tag und Uhrzeit. Der Goldpreis schwankt und kann sich innerhalb weniger Stunden stark unterscheiden.
Goldkauf melden

Gold mit einem Wert von unter 10.000 Euro kann beim Fachhändler vor Ort bar und anonym gekauft werden. Das ist Stand Januar 2018. Meldepflichtig laut Geldwäschegesetz ist Gold kaufen zu größeren Summen. Beim Kauf im Internet müssen persönliche Daten ohnehin angeben werden.

Gold und die Steuern

Goldbarren und Goldmünzen werfen weder Dividenden noch Zinsen ab. Die Einkommensteuer bleibt also außen vor. Werbungskosten allerdings können Anleger auch nicht geltend machen.

Sind Barren und Münzen vor einem Verkauf mehr als ein Kalenderjahr im Besitz des Anlegers, sind die Gewinne steuerfrei.

Besaß der Anleger die Stücke weniger als 12 Monate, muss er auf den Gewinn Steuern zahlen. Vorausgesetzt, der Gesamtgewinn liegt über 600 Euro.

Wenn Du Barren und Münzen kaufst fällt keine Mehrwertsteuer für Dich an. Dafür gibt es folgende Bedingungen:

Bei Barren muss die Reinheit wenigstens 995 Tausendstel sein.
Bei Goldmünzen wird ein Gehalt von wenigstens 900 Tausendstel verlangt. Sie müssen nach dem Jahr 1800 hergestellt sein, im Land ihrer Herkunft offizielles Zahlungsmittel sein oder als solches gegolten haben. Der Preis darf den Wert des Gehalts an Gold außerdem um maximal 80% übertreffen.

Alternativen zum physischen Gold

Wer kein Gold kaufen oder lagern möchte, greift auf Papiere zurück, die in irgendeinem Zusammenhang mit Gold stehen.

Goldminenaktien

Sie stammen von Gesellschaften, die nach Gold suchen oder es fördern. Werden neue Reserven entdeckt oder steigt der Goldpreis, wachsen die Gewinne Kursverluste dagegen können auch den Totalverlust nach sich ziehen.

Gold-ETFs

Anleger können damit Gold kaufen ohne es lagern zu müssen. Die Anbieter sammeln Geld von Anleger und legen es vollständig in physischem Gold an. ETF heißt Exchange Traded Fund und ist ein börsengehandelter Indexfond. Das Fondsvermögen spiegelt den Goldpreis. 

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Gold-ETCs

Das sind Exchange-Traded-Commodities, also börsengehandelte Rohstoffe. Als Anlage ähneln sie ETFs. Der Herausgeber investiert aber nicht nur in physisches Gold. Er handelt auch mit Ansprüchen auf die Lieferung. Nachteil: Geht der Anbieter pleite, gehört die Anlage in die Insolvenzmasse. Anlegern kann ein Totalverlust drohen.

 

Weiterführende Artikel zum Thema Gold:

Der Goldwert – Die Wertentwicklung des Edelmetalls: Erfahre die Geschichte des Goldwertes, sowie alle Höhen und Tiefen.

In Gold investieren – Diese Möglichkeiten gibt’s!: Entdecke, die verschiedenen Möglichkeiten um in Gold zu investieren und erfahre, ob es für Dich überhaupt Sinn macht.

 

 

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