ETF Fonds sind eine außerordentlich simple und preiswerte Möglichkeit, um in Wertpapiere zu investieren. Bei ihnen handelt es sich um an der Börse gehandelte Indexfonds, auf englisch Exchange Traded Funds. Inzwischen ziehen viele Anleger diese Fonds herkömmlichen Aktienfonds vor, die aktiv verwaltetet werden. Denn ETFs sind auch bequem. Für das langfristige Sparen mit Fonds ist das von großem Vorteil.

ETFs werden passiv gemanaged

Bei den ETF Fonds handelt es sich im überwiegenden Maß um passiv verwaltete Indexfonds. Der europäische Markt für ETFs ist inzwischen rund 400 Milliarden Euro schwer. Davon entfällt der größte Teil, immerhin beinahe 300 Milliarden Euro, auf Aktienindizes. Indexfonds sind aber auch für viele andere Wertpapierklassen verfügbar. Neben Aktien, sind das auch:

  • Anleihen
  • Geldmarktpapiere
  • Währungen
  • Rohstoffe
  • alternative Investments
  • Immobilien

Auf Platz zwei der Liste am europäischen ETF Markt stehen übrigens ETF Fonds, die Rentenindizes abbilden. Danach folgen Indizes auf Rohstoffe und sonstige Indizes. Allerdings spielen sie eine eher untergeordnete Rolle.

Aktiv verwaltete Fonds mit Problemen

Anleger können alternativ zu passiv gemanagten ETF Fonds auch herkömmliche Aktienfonds wählen. Da bei denen ein Fondsmanager darüber entscheidet, welche Aktien er kauft, hält oder verkauft, heißen diese Aktienfonds aktiv gemanagte Fonds. Ihr Ziel ist es, bessere Ergebnisse zu erzielen, als der Marktdurchschnitt. In der Realität schaffen das aber nur sehr wenige Vermögensverwalter. Denn um den Markt schlagen zu können, muss ein Fondsverwalter vorhersagen können, wohin sich der Aktienmarkt in Zukunft entwickelt. Und zwar so gut, dass der von ihm verwaltete Fonds nach Abzug der Kosten besser dasteht als der Marktindex. Diese Aufgabe ist schwer zu meistern. Nur etwa zehn Prozent, der international handelnden Fondsverwalter, erzielten über einen Zeitraum von 10 Jahren bessere Resultate als der Weltaktienindex „MSCI World“.

Passiv verwaltete ETFs haben Vorteile

Natürlich legen auch ETF Fonds nicht unentwegt an Wert zu. Das liegt daran, dass sich die Indizes weltweit nicht nur nach oben bewegen. Sie stagnieren in ihrer Entwicklung auch oder fallen sogar über einen gewissen Zeitraum. Ein ETF, der einen Index nachzeichnet, macht diese Bewegungen mit. Dennoch hat er Vorteile.

ETF Fonds handeln
Seit Ende 2014 setzen immer mehr Anleger auf ETFs. Berechtigt, wie wir finden. – Quelle: valuewalk.com
ETF Fonds haben geringe Kosten

Ein ETF dagegen kopiert einfach einen Index. Bei Aktien ETFs ist das ein Aktienindex, wie beispielsweise der DAX. Kein Verwalter muss für den Fonds aktiv Entscheidungen für die Anlage treffen. Das spart den Fonds Gebühren, ein Vorteil, der direkt an Dich weitergegeben wird.

ETF Fonds DAX
ETFs bilden Indizes, wie den DAX nach.

Du kannst ETFs über Broker oder über Onlinebanken für kleines Geld kaufen (wir empfehlen Comdirect). Es kommt auch vor, dass die Banken Dir gar nichts berechnen. Auch die laufenden Kosten für ETFs sind gering. Jährlich fallen zwischen 0,1 und 0,8 Prozent des Fondsvermögens an. Auch dieser Kostenvorteil geht an Dich weiter.

ETF Fonds bieten Sicherheit

In Indexfonds kannst Du über viele Jahre Geld einzahlen. Du musst Dir dabei keine Gedanken darüber machen, ob der Fonds von seinem Manager gut oder weniger gut verwaltet wird. Der Grund ist ganz simpel: ETFs haben nämlich keine Fondsmanager. Sie können deshalb auch keine falschen Entscheidungen treffen. Die ETFs entwickeln sich einfach nur so, wie der Index, den sie nachbauen. Damit verdienst Du seine Rendite. Natürlich abzüglich der Gebühren für die Verwaltung. Sie machen meist nur wenige Zehntel Prozent der angelegten Summe aus.

ETF Fonds sind liquide

Du kannst Deine Anteile an ETFs schnell verkaufen. Die Indexfonds werden direkt über eine Börse gehandelt. Der Handel erfolgt ständig, deswegen kommst Du auch schnell an Dein Bargeld. Zum Vergleich: Bei den herkömmlichen Investmentfonds gibst Du Deine Anteile beim Verkauf an die betreffende Fondsgesellschaft zurück. Bis der Erlös dafür auf Dein Konto gutgeschrieben ist, kann etwas Zeit vergehen.

ETF Fonds sind sicher

Wie alle anderen Fonds genießen ETF Fonds einen hohen Status bei der Sicherheit. Denn auch hier zählt das Fondsvermögen als Sondervermögens.

ETF Fonds sicher
ETFs gelten als äußerst sicher.

Deine Anteile werden vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt und separat aufbewahrt. Geht die Investmentgesellschaft in die Pleite, bleiben die Fondsanteile davon unberührt.

Physisch und synthetisch: Die beiden ETF-Typen

Indexfonds gibt es in Form von physischen und synthetischen ETFs. Sie unterscheiden sich in Art und Weise, wie die Wertpapiere für den jeweiligen Fonds erworben werden.

Physisch replizierende ETF Fonds

Hier kauft der Anbieter des Fonds die Aktien, die im betreffenden Index enthalten sind. Natürlich kann er nicht sämtliche Werte eines Index kaufen. Im MSCI World etwa sind Papiere von mehr als 1600 Unternehmen aus 23 Ländern. Aber er kauft immerhin so viel Aktient, dass die Entwicklung gut abgebildet wird. Geht der ETF Anbieter Pleite, hast Du, als Anleger Aktien, die Du zu Geld machen kannst.

ETF Fonds Welt
Der MSCI World enthält Aktien aus 23 Ländern.
Synthetisch replizierende ETF Fonds

Bei ihnen findet ein Tauschgeschäft bei den Wertpapieren statt. Denn die Anbieter der Fonds lassen sich von einer Partnerbank die Wertentwicklung des MSCI zusichern. Sie bauen ihr Portfolio aber mit anderen Werten, etwa Papieren aus dem DAX nach und sichern der Bank die Wertentwicklung zu. Klappt das nicht und geht der Anbieter in die Pleite, kann der Wert der Papiere geringer sein als zugesichert. Das ist aber ein eher geringes Risiko.

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So werden ETFs besteuert

Erträge aus den ETF interessieren auch den Fiskus. Wie bestimmte Indexfonds besteuert werden, ist für Dich bei der Auswahl Deines Fonds aber nicht mehr interessant. Denn seit Anfang des Jahres 2018 haben sich die Regeln geändert. Sie gelten jetzt für alle ETF Fonds gleichermaßen.

Alte Rege: Bis Ende 2017 mussten Sparer darauf achten, ob ihre Fonds im Ausland aufgelegt worden sind. Wenn ja, hatten sie viel Arbeit bei ihrer Steuererklärung. Sie mussten bei thesaurierenden Fonds nicht ausgeschüttete Dividenden und die darauf anzurechnende Quellensteuer per Hand in ihre Steuererklärung übertragen. Das galt für physische ETF Fonds. Bei synthetischen ETF fallen keine Steuern bis zum Verkauf an.

Jetzt gilt für alle ETF Fonds bei der Besteuerung eine pauschale Bemessungsgrundlage. Das steht in der Novelle des Investmentsteuergesetzes. Wie die Dividende wird diese Bemessungsgrundlage zu den Kapitalerträgen gezählt. Eine Quellensteuer wird überhaupt nicht angerechnet. Direkt einbehalten wird die Abgeltungssteuer. Deswegen müssen Anleger jetzt einen ausreichend hohen Freistellungsauftrag an ihre Depotbank stellen. Wenn nicht, können sie sich die Abgeltungssteuer im folgenden Jahr über die Steuerklärung zurückholen.

 

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